IG BAU spricht von Bürokratie: Handwerker in Franken warten auf den Geldregen aus Berlin
Nach Informationen der Gewerkschaft sei beispielsweise in Coburg sowie in den Landkreisen Hof, Neustadt an der Aisch, Bad Windsheim und Ansbach noch kein Cent aus Berlin ausgegeben worden. „Wenn überhaupt dann sind es bisher vereinzelte kleinere Projekte, die bislang auf den Weg gebracht worden sind", sagt Reiner Gehring. Er verweist auf den Landkreis Rhön-Grabfeld, der als einer der wenigen bereits rund 150 000 Euro für die energetische Sanierung einer Realschule investiert habe.
Bis Ende Juli sollten die Kommunen ihre Anträge bei den Bezirksregierungen in Franken ursprünglich einreichen. Wegen der vielen bürokratischen Hürden für die Kommunen wurde in Mittelfranken die Frist jedoch bereits um einen Monat verlängert. Derzeit prüfen die Bezirksregierungen nach Informationen der IG BAU die Anträge. Das dauere. „ Wir rechnen erst im Herbst mit den ersten großen Aufträgen aus dem Konjunkturpaket in Franken", so Reiner Gehring. „Leider kam es, wie wir es befürchtet haben: Für die maroden Banken waren sofort Milliarden da, aber bis das Geld in die Auftragsbücher der Handwerker in Franken fließt, vergehen Monate", so Reiner Gehring weiter.


