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Schaeffler Gruppe startet am FAG-Standort Schweinfurt eine Aktion zur Vorsorge: Rechtzeitige Untersuchung macht Darmkrebs vermeidbar und heilbar

Schweinfurt (30.07.2010) - Fragen rund um den Darmkrebs beantwortete eine Informationsveranstaltung, mit der die Schaeffler Gruppe am FAG-Standort Schweinfurt eine Vorsorgeaktion startete, die alle Mitarbeiter kostenlos wahrnehmen können. Als Referent konnte Prof. Dr. Stephan Kanzler, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Leopoldina Krankenhaus in Schweinfurt, gewonnen werden.

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„Aktuell erkranken in Deutschland jährlich etwa 73.000 Menschen neu an Darmkrebs, ca. 30.000 sterben daran." Mit diesen Zahlen führte Klaus Widmaier, Geschäftsleitung Personal Schaeffler Gruppe Industrie, in seiner Begrüßungsrede den Zuhörern den Sachverhalt drastisch vor Augen. „Doch bei rechtzeitiger Vorsorge und Früherkennung ist Darmkrebs vermeidbar und heilbar", so Widmaier weiter. Der Personalchef betonte, es sei das erklärte Ziel der Schaeffler Gruppe die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Die Aktion „Darmkrebsvorsorge" ist Teil einer Reihe gesundheitsfördernder Maßnahmen bei FAG, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen BKK, Filiale Mainfranken, und dem Betriebsärztlichen Dienst am Standort Schweinfurt durchgeführt werden.

In seinem Vortrag erläuterte Prof. Kanzler, wie es überhaupt zu Darmkrebs kommt und welche Vorstadien es gibt. Anhand von Grafiken zur Risikoverteilung konnten die Zuhörer ablesen, dass Männer und Frauen mit etwa 17 Prozent gleich stark betroffen sind, wobei das Risiko für Darmkrebs ab dem 50. Lebensjahr steil ansteigt. Der Krebs entsteht meist aus gutartigen Vorstufen, also Wucherungen der Darmschleimhaut oder Polypen. Das Tückische: Darmkrebs wächst sehr langsam und im Verborgenen. Der oder die Erkrankte spüren ihn lange Zeit nicht. Grundsätzlich jedoch gilt: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb sollten die Vorsorgeuntersuchungen ab 50 gewissermaßen Pflichtuntersuchungen sein.

Leider wird die Früherkennungsuntersuchung in viel zu geringem Maß in Anspruch genommen, obwohl die Kassen bei über 50-Jährigen die Kosten voll übernehmen. Frauen sind da übrigens grundsätzlich gesundheitsbewusster. Zur Vorsorge ist die allgemein als Darmspiegelung bekannte Untersuchung übrigens nur alle zehn Jahre nötig. Der erste und einfachste Schritt sind immer die Testbriefchen mit dem Hämokkult-Test. Für Schaeffler-Mitarbeiter gibt es die Tests beim Betriebsärztlichen Dienst, der sie auch auswertet. Sollte der Hämokkult-Test einen auffälligen Befund ergeben, sind der Gang zum Facharzt und die Koloskopie nötig.

In der abschließenden Diskussion, die der Leitende Betriebsarzt Dr. Franz Huber moderierte, gelang es Prof. Kanzler, Vorbehalte und Ängste zu zerstreuen. So informierte er über neue Entwicklungen bei den Endoskopen oder in der Bildgebung und die damit einhergehende genauere Diagnostik bei der Darmspiegelung. Die eigentliche Untersuchung dauert nur eine knappe halbe Stunde. Polypen oder kleine Adenome können gleich während der schmerzfreien Untersuchung entfernt werden. Tumore werden mit einer Sicherheit zwischen 85 und 100 Prozent erkannt.

Festzuhalten bleibt: Es ist höchste Zeit, den Darmkrebs aus der Tabu-Ecke zu holen und offen über das Thema zu reden. Denn Schweigen ist gleichbedeutend mit einem Verzögern der Vorsorgeuntersuchung und zugleich einem Verringern der Heilungschancen. Denn rechtzeitig entdeckt ist Darmkrebs fast hundertprozentig heilbar. Regelmäßige Vorsorge minimiert das Risiko, dass es überhaupt zum Krebsstadium kommt.

Auf den Bildern (Fotos Schaeffler Gruppe):
Mit einer Informationsveranstaltung startete die Schaeffler Gruppe am FAG-Standort Schweinfurt eine Aktion zur Darmkrebsvorsorge. Im Bild von links: Dr. Franz Huber, Leitender Arbeitsmediziner am Standort Schweinfurt, Klaus Widmaier, Geschäftsleitung Personal Schaeffler Gruppe Industrie, Prof. Dr. Stephan Kanzler, Kurt Groha, Geschäftsführer Deutsche BKK, Filiale Mainfranken.
Und:
Prof. Dr. Stephan Kanzler, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Leopoldina Krankenhaus in Schweinfurt, referierte zum Thema Darmkrebs und Vorsorgeuntersuchung.

Michael Horling



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