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Mitarbeitervertretung der SWG verärgert über Boberg-Aussagen zum Betriebsklima - Gesprächsangebot

Schweinfurt (30.7.2010) - Mehrfach schon hat Grünen-Stadtrat Marc-Dominic Boberg öffentlich das Betriebsklima und die Arbeitsbedingungen in der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWG angeprangert. Stets berief er sich dabei darauf, dass ihm Informationen hierüber "zugetragen" worden seien, ohne jedoch konkret seine Informanten zu benennen. Die Mitarbeitervertretung der SWG zeigt sich über dieses Gebaren, das zuletzt in der öffentlichen Stadtratssitzung vom Dienstag in der Aussage gipfelte, die SWG-Hausmeister hätten "die Schnauze voll", verärgert - und bietet Boberg ein Gespräch mit dem SWG-Hausmeisterteam an. Vorsitzender Peter Grabarac und sein Stellvertreter Günter Webert betonen in einem offenen Brief an den Grünen aber auch, dass sie seine Behauptungen nicht nachvollziehen können und für "in keiner Weise überprüfbar" halten.

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In dem dreiseitigen Schreiben sprechen die Vertreter der über 200-köpfigen SWG-Belegschaft im Gegensatz zu Boberg davon, dass die Mitarbeiterzufriedenheit in der SWG "sogar außerordentlich gut" sei und dass sich die im Rahmen des Facility-Managements von der Stadt übernommenen Beschäftigten inzwischen "sehr wohlfühlen, Verantwortung übernommen haben und erfolgreich in das Unternehmen integriert wurden." Die von Boberg aufgestellte Behauptung, etliche dieser Mitarbeiter wollten "frühzeitig in den Ruhestand gehen", stellt sich aus Sicht der Belegschaftsvertreter auch etwas anders dar: Schon vor dem Wechsel zur SWG hätten zahlreiche Mitarbeiter bei der Stadt die Absicht gehabt, in den vorzeitigen Altersruhestand zu gehen - "sie konnten diesen Schritt jedoch nicht umsetzen, da nach den internen Richtlinien der Stadt Schweinfurt nur ein begrenztes ATZ-Kontingent zur Verfügung stand." Nach der Überleitung dieser Personen zum 1. August 2008 in das team der SWG habe man im Rahmen einer Betriebsvereinbarung Regelungen geschaffen, die es allen Mitarbeitern ermöglichte, "nach einheitlichen und für alle nachvollziehbaren Grundsätzen in Altersteilzeit zu gehen." Dass Boberg aus diesem Verfahren schließe, das Betriebsklima bei der SWG sei ein Grund für die anstehenden Vorruhestandsvereinbarungen, bezeichnen die Mitarbeitervertreter Grabarac und Webert als "völlig haltlos". Das Schreiben an den Grünen-Stadtrat endet mit dem erwähnten Gesprächsangebot: "Unsere Hausmeister wären sehr daran interessiert, Sie persönlich kennenzulernen und sich mit Ihnen auszutauschen. Wir bitten Sie hierzu um einen Terminvorschlag."

Holger Laschka



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