+++ 10"-Netbook von LG mit integriertem 3G-Modul, Bluetooth und großer 250 GB Platte für nur 299 Euro - nur kurze Zeit!+++
unabhängig * überparteilich * täglich aktuell
SUCHE:

News

Wirtschaftsklima im unterfränkischen Handwerk wird augenblicklich von einer Schönwetterlage bestimmt

Unterfranken (30.07.2010) - Die in der unterfränkischen Handwerkswirtschaft weitestgehend nur sektoral aufgetretenen Turbulenzen der Wirtschaftskrise sind abgeebbt und das Wirtschaftsklima im unterfränkischen Handwerk wird augenblicklich von einer Schönwetterlage bestimmt, wie sie zuletzt im 4. Quartal 2006 zu verzeichnen war. Das meldet die Handwerkskammer für Unterfranken in einer aktuellen Presseveröffentlichung.

...lesen Sie unterhalb der Anzeige bitte weiter...
Anzeige

82 % aller befragten unterfränkischen Handwerksbetriebe schätzen ihre derzeitige geschäftliche Situation als gut bis befriedigend ein. Dies bedeutet einen sprunghaften Anstieg um 12,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal und 9,4 Prozentpunkte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal.

Von dem allgemeinen Aufschwung profitierten vor allem die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, die in den zurückliegenden Monaten am schwersten unter der Wirtschaftskrise leiden mussten. 80 % aller befragten Betriebe dieser Gruppe berichten aktuell von einer zumindest zufriedenstellenden bis guten Geschäftslage, was einer Steigerung um 18,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Auch die Stimmung im Kfz-Gewerbe hat sich spürbar gebessert. Drei von vier befragten Kfz-Betrieben sind aktuell mit ihrer Geschäftslage zufrieden, was eine Steigerung um 13,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal bedeutet. Die Bauhaupt- und Ausbaubetriebe sind dank der Konjunkturpakete weiterhin stark ausgelastet. Erwartungsgemäß berichten fast 88 % aller befragten Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks von einer guten bis befriedigenden Geschäftslage. Als einzige Berufsgruppe konnten die Nahrungsmittelhandwerker keine Besserung ihrer geschäftlichen Situation verzeichnen. Unverändert beurteilen 70 % der befragten Nahrungsmittelbetriebe ihre Lage als zumindest zufriedenstellend.

Für das nächste Quartal erwarten 83,5 % der Inhaber unterfränkischer Handwerksbetriebe eine weiterhin gute bis befriedigende Geschäftslage. Diese Einschätzung zeigt sich in allen drei unterfränkischen Regionen. Die Unternehmer gehen von steigenden Aufträgen und konstanten Umsätzen aus.

Mit der Verbesserung der Geschäftslage ging auch eine Erhöhung der Kapazitätsauslastung auf nunmehr 75 % einher. Im Kontext berichten drei von vier der befragten unterfränkischen Handwerker über normale bis gestiegene Auftragsbestände. Verwiesen im Vorquartal nur die Hälfte aller Betriebe auf ein konstantes bzw. gestiegenes Umsatzniveau, so können dies im 2. Quartal über dreiviertel aller befragten Betriebe.

Die Handwerksbetriebe in Unterfranken tragen unverändert erheblichen Anteil an der Stabilisierung des heimischen Arbeitsmarktes: 90 % der Betriebe hielten ihren Personalstand konstant oder vergrößerten diesen sogar. Nicht nur die Bau- und Ausbaubetriebe haben erwartungsgemäß Personal eingestellt. Auch bei den Handwerkern für den gewerblichen Bedarf wurde wieder deutlich mehr Personal eingestellt, was 20 % dieser Betriebe aussagen.

Die Anzahl der investierenden Betriebe ist im Vergleich zum Vorquartal mit fast 24 % aller befragten Betriebe leicht rückläufig, pendelt sich aber auf dem Niveau des Vorjahres ein. Die durchschnittliche Investitionssumme beträgt mit 36.000 Euro exakt so viel wie im Vorjahr.

In Anbetracht unverändert steigender Einkaufspreise und sinkender Verkaufspreise bleibt die Wirtschaftlichkeit der unterfränkischen Handwerksbetriebe weiterhin unter Druck. Lediglich 16 % der befragten Inhaber unterfränkischer Baubetriebe war es möglich, ihre gestiegenen Einkaufspreise an den Endkunden weiterzugeben.

Eine spürbare Erholung des Geschäftsklimas hat sich vor allem in den Regionen Bayerischer Untermain (+ 15,6 Prozentpunkte) und Main-Rhön (+ 15,3 Prozentpunkte) gezeigt. 83 % bzw. 79 % der befragten Betriebsinhaber schätzen ihre Geschäftslage als gut bis befriedigend ein. Spitzenreiter mit einem Anteil von 85 % zufriedener Betriebe ist nach wie vor die Region Würzburg. Beruhend auf einem ohnehin hohen Vorquartalsniveau vermehrte sich der Anteil der mit ihrer geschäftlichen Situation zufriedener Unternehmen um weitere 6,1 Prozentpunkte.

Die Regionen Bayerischer Untermain und Main-Rhön sind stärker von der Industrie geprägt als die Region Würzburg. Dort angesiedelte Zuliefererbetriebe waren von der Wirtschaftskrise stärker betroffen und profitieren jetzt wieder vom positiven Konjunkturklima ihrer industriellen Kunden. Über 20 % der befragten Betriebe am Untermain sprechen von einem überdurchschnittlichen Auftragsbestand und gestiegene Umsatzwerte. In der Region Main-Rhön berichten über 75 % aller Betriebe von gestiegenen Umsätzen.

Rund 20 % der befragten Betriebe aus der Region Main-Rhön stellten mehr Personal ein als noch im Vorquartal.

Fazit Der deutschlandweite Konjunkturanstieg wirkt sich auch auf das unterfränkische Handwerk aus. Nach den Bau- und Ausbaubetrieben können endlich auch die Handwerke für den gewerblichen Bedarf vom Aufschwung profitieren. Die Lage bei den Kfz-Betrieben hat sich wie bei den Gesundheitshandwerkern und den persönlichen Dienstleistern verbessert, erscheint aber weiterhin nicht gefestigt. Hier wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen ob der Konjunkturverlauf als nachhaltig eingestuft werden kann.

Michael Horling



Aktuelles
Swexlog

Poll ID 0 does not exist.
Tipp der Redaktion
Wetter in Schweinfurt