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Größere Einsätze der Polizei in der Region Main-Rhön

Sonderkontrolle: Restalkohol diesmal kein Thema

Hammelburg (25.6.2012) - Die polizeiliche Verkehrsüberwachung ist ein wichtiger Beitrag, die Unfallzahlen niedrig zu halten und schwere Verkehrsunfälle zu verhüten. Besonderes Anliegen der Polizei ist es dabei, die Hauptunfallursachen gezielt zu bekämpfen. Eine Auswertung der Verkehrsunfallstatistiken des Präsidiums Unterfranken zeigt, dass bei Verkehrsunfällen, bei denen der Fahrer Drogen konsumiert hatte, im Jahr 2011 eine steigende Tendenz festzustellen war. Bei 43 Unfällen (+34,3 %) war der Einfluss von Betäubungsmitteln unfallursächlich. Ein Mensch wurde bei diesen Unfällen getötet.
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Allein im Bereich der PI Hammelburg ereigneten sich im Jahr 2012 bereits zwei Verkehrsunfälle, bei denen der Unfallverursacher unter Drogeneinfluss stand; bei drei Verkehrsunfällen war eine Alkoholisierung des Fahrers unfallursächlich. Die unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfälle im Bereich des PP Unterfranken waren 2011 insgesamt rückläufig. Dies ist mitunter ein Ergebnis der in den vergangenen Jahren durchgeführten gezielten Kontrolltätigkeit der unterfränkischen Polizei.

Aus diesem Grund führte die Polizeiinspektion Hammelburg am Montagmorgen mit Unterstützung der Polizeiinspektion Schweinfurt und Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck eine Schwerpunktkontrolle auf der Bundesstraße 287 bei Fuchsstadt durch. Die Zielrichtung war die Feststellung von Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und damit die Bekämpfung von Hauptunfallursachen; leider musste in der Vergangenheit mehrmals festgestellt werden, dass der Einfluss von Restalkohol unterschätzt wird, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Freizeitgestaltung am Wochenende. Bei der jetzigen Aktion, an der 15 Beamte der drei Inspektionen beteiligt waren und die ab 5 Uhr gut zweieinhalb Stunden dauerte, wurden gut 100 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Etwas mehr als 30 Atemalkoholtests wurden durchgeführt.

Erfreulicherweise musste kein Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren wegen Alkohol oder Drogen am Steuer eingeleitet werden. Ein Fahrzeugführer wurde mit 0,38 Promille Atemalkohol gemessen; dieser durfte nach einer kurzen Ausnüchterungspause seine Fahrt fortsetzen. Zwei weitere Fahrer erreichten Werte von 0,14 und 0,32 Promille.

Die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeiten einiger Verkehrsteilnehmer wurde mit speziellen Tests überprüft. Dabei wurden keine Auffälligkeiten bezüglich eines aktuellen Drogeneinflusses festgestellt und die Fahrer durften ihre Fahrt fortsetzen. Im Zuge der Kontrolle wurden vier Personen verwarnt, weil sie ihren Sicherheitsgurt nicht trugen. Ein Fahrer zeigte einen gefälschten Führerschein vor und muss nun mit einer Strafanzeige wegen Urkundenfälschung rechnen.

Ein weiteres Ziel der Aktion war die Sensibilisierung der Fahrzeugführer für die Gefahren von Restalkohol und Drogen im Straßenverkehr. Die örtlichen Polizeidienststellen werden weiterhin verstärkt Verkehrssicherheitskontrollen durchführen und dabei gezielt auf Alkohol- oder Drogeneinfluss achten, um diesen Hauptunfallursachen zu begegnen.

Holger L a s c h k a



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