Großbardorfs bittere Pillen mit Platzverweis und verschossenem Elfmeter in Ulm: Der Fußballgott ist anscheinend kein Unterfranke
Thomas Gerhardt sah für ein Handspiel im Strafraum frühzeitig Rot, Vincenzo Marchese scheiterte mit dem fälligen Strafstoß jedoch an Keeper Andreas Bäuerlein, der wieder den Vorzug erhalten hatte vor Christoph Werner. Coach Dieter Kurth reagierte sofort, brachte für Stürmer Daniel May den Abwehrspieler Markus Lurz. Pascal Gross und Waios Dinudis hatten ab sofort noch mehr Aufgaben im defensiven Mittelfeld zu erfüllen.
In Unterzahl brachte Trainersohn Fabian Kurth per Freistoß aus enormer Distanz die Gallier sensationell in Führung. Doch Dinko Radojevic glich ebenfalls per Freistoß aus und traf Mitte der zweiten Halbzeit auch noch zum 2:1. Zuvor scheiterte Adam Jabiri mit einem Elfmeter nach einem Foul an Waios Dinudis. Und zuvor schon wollten die Unterfranken einen nicht bekommenden Strafstoß nach einem Foul von Ulms Keeper an Jabiri.
Statt mit drei Punkten mussten die Großbardorfer mit leeren Händen heimwärts fahren. Direkt nach Abpfiff der Partie versanken sie förmlich auf dem Ulmer Rasen. Nach einer grandiosen Partie ohne den verdienten Lohn. Jabiri hatte zehn Minuten vor dem Ende die beste Gelegenheit zum Ausgleich. Neun Feldspieler der Großbardorfer, darunter die eingewechselten Offensivkräfte Marcel Hirn und Alexander Mantlik,
Bis Samstag muss sich der TSV erholt haben. Denn dann erwarten die Grabfelder im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion ab 14 Uhr zum großen Derby den FC Eintracht Bamberg. Da muss dann unbedingt ein Sieg her. Sonst wird´s langsam wirklich eng für den Aufsteiger. Denn selbst Schlusslicht Unterhaching II scheint noch am Leben zu sein, gewann am Dienstag sensationell hoch mit 4:0 beim Karlsruher SC II. Am Wochenende schlug bereits der SC Freiburg II sensationell aldhof Mannheim und sitzt den Großbardorfern im Nacken. Die haben als Drittletzter zwar nur zwei Punkte Rückstand auf den SSV Reutlingen und Rang 15, doch dürfen die Baden-Württemberger nopch drei (!) Nachholspiele mehr bestreiten als der TSV. Den trennen momentan sechs Punkte von Bamberg, wobei aber auch die Oberfranken noch zwei Mal mehr ran dürfen...
Fußball-Regionalliga Süd: SSV Ulm 46 - TSV Großbardorf: 2:1 (1:1)
SSV Ulm: Betz - Länge, Kraljevic, Marchese (ab 85. Leschinski), Barth, Coulibaly, Radojevic, Treske (56. Ludwig), Reith, Wünsche (ab 31. Tastan), Huckle.
TSV Großbardorf: Bäuerlein - Kurth, Herbert, Seufert, Murphy, Dinudis, Gerhardt, Gross (ab 73. Mantlik), Leicht (ab 62. Hirn), Jabiri, May (ab 14. Lurz).
Tore: 0:1 Fabian Kurth (25.), 1:1, 2:1 Dinko Radojevic (36., 71.); Rot: Thomas Gerhardt (8. Minute, Handspiel im Strafraum); Besondere Vorkommnisse: Vincenzo Marchese verschießt den fälligen Strafstoß (9.); Adam Jabiri verschießt für den TSV ebenso (51.); Schiedsrichter: Marcel Göpferich (Bretten-Bauerbach). Zuschauer: rund 1500.

Petra K r o l l
Erich V a l t i n
Kerstin W e s t p h a l
Polizei informiert:
Ulm / Großbardorf (04.03.2009) - Was für ein Drama! Da gingen die Großbardorfer Kicker am Dienstag in Unterzahl in Führung, um dann einen Elfmeter zu verschießen und in Ulm trotzdem noch zu verlieren. Mit weiteren Fußballpartien wie der am Dienstagabend wird der TSV sicherlich die Regionalliga Süd nicht erhalten. Der Fußballgott ist anscheinend kein Unterfranke. Den Gästen fehlte das Glück, um zumindest einen verdienten Punkt mitzunehmen.