Das große Fußballderby unter Flutlicht: Schweinfurt 05 trifft am Mittwochabend auf Großbardorf
Nach dem 0:1 von Carl Murphy (heute Waldhof Mannheim) und dem Ausgleich des in Schweinfurt längst vergessenen Engin Kalender traf mit Sebastian Knüttel der Großbardorfer Torjäger doppelt, der auch im Testspiel vergangenen Februar mit zwei Treffern die Partie in Aidhausen sogar ganz alleine entschied, der bekanntlich diesmal aber verletzt fehlen wird. Gerade in der Offensive bewiesen die Gallier zum Auftakt allerdings Stärke, wenngleich mit Waios Dinudis, André Rieß und dem eingewechselten Pascal Stahl die Stürmer leer ausgingen. So wie auch beim FC 05 in Hof.
Nun also ein erneutes Aufeinandertreffen, unter Flutlicht gar, gleich zum Beginn der großen Sommerferien, was die Hoffnung nährt, dass sich um die 3000 Zuschauer einfinden könnten. 2324 waren es 2007 an einem Herbstnachmittag, als sich abzeichnete, dass die Großbardorfer ernsthafter Kandidat sein würden für den Regionalligaaufstieg und die Schnüdel wohl Probleme bekommen mit dem Klassenerhalt. Und diesmal? "Es wäre vermessen, wenn wir nach Schweinfurt fahren und im Vorfeld sagen, wir gewinnen da", würde Wolfgang Schmitt das Angebot eines zweiten Unentschiedens in dieser noch jungen Runde sofort unterschreiben. Trainerkollege Klaus Scheer, der im Grabfeld Zeuge des 3:3 war, mag indes seine Prognosen und Hoffnungen nicht kund tun. "Das war ein sehr
interessantes Spiel mit vielen Toren", schwärmte Scheer jedenfalls vom unterhaltsamen Nachmittag. Schmitt wiederum sah die Schnüdel eine Woche zuvor beim XXL-Cup gegen den Würzburger FV verlieren, den nächsten Gegner schon am Samstag in Großbardorf.
"Wir freuen uns auf das Spiel. So ein Derby ist immer was Schönes. Mir hat es schon als Spieler gefallen, wenn viele Leute da sind und die Stimmung passt. Das spornt ja auch an", weiß Schmitt, der wieder auf Johannes Volkmar zurückgreifen kann. Dessen Sperre ist abgelaufen. "Er ist gesetzt
und wird spielen", kündigt der Trainer an. Also müssen Markus Lurz oder Mirza Mekic um den Platz in der Großbardorfer Innenverteidigung bangen. Fix ist auch Maximilian Zang im zentralen Mittelfeld. Der 21-Jährige spielte zunächst in Schweinfurt vor, "bei uns aber wäre er kein Stammspieler geworden, weil er Michael Kraus oder Erkan Esen nicht hätte verdrängen können", so Klaus Scheer. Also heuerte der 21-Jährige in Großbardorf an. "Wir haben auf dieser Position jemanden gebraucht. Für uns ist er ein wichtiger Mann und eine echte Verstärkung", sagt hingegen Wolfgang Schmitt.
"Man spielt nur so gut, wie es der Gegner zulässt", erklärt wiederum Scheer auch die gerade angesprochenen Kraus und Esen zu denjenigen, die in Hof ein Spiel der enttäuschenden Bayern verhindert haben. Schweinfurts Coach lässt es nicht gelten, dass die Schnüdel eventuell zwei Punkte verschenkt haben durch den späten Ausgleich der schwachen Gastgeber. Nach der eher durchwachsenen Vorbereitung sei das Remis als klarer Erfolg zu werten. Zumal es weiter aufwärts gehen soll, wenn Scheer erst noch mal ein paar Wochen mehr mit der Mannschaft geübt hat.
Fußball-Bayernliga: FC Schweinfurt 05 - TSV Großbardorf (Mittwoch, 20 Uhr, Willy-Sachs-Stadion)
Schweinfurt (Kader): Andreas Bäuerlein, Andreas Binner - Papi Henriques, Dominik Grader, Sebastian Kress, Wladimir Slintchenko, Benjamin Demel, Erkan Esen, Daniel Mache, Florian Hetzel, Michael Kraus, Eray Cadiroglu, Sebastian Kneißl, Florian Galuschka, Mihai Damaschin, Timo Pitter, Manuel Schwarm, Pascal Kamolz.
Es fehlen: Wojtek Droszcz, Sebastian Götz, Klaus Grütze, Steffen Konrad (alle verletzt).
Großbardorf (Kader): Klaus Freisinger, Christoph Werner - Mirza Mekic, Johannes Volkmar, Fabian Kurth, Markus Lurz, Oliver Kröner, Manuel Orf, Simon Bolz, Marcel Hirn, Christian Laus, Marco Prediger, Stefan Piecha, Christian Schmidt, Maximilian Zang, Waios Dinudis, André Rieß, Pascal Stahl.
Es fehlen: Sebastian Knüttel (OP).



